- Mit einer tiefe Narkose und durch aktives anheben des Zungengrundes, etablieren Sie die Grundvoraussetzungen, um den Larynxtubus erfolgreich zu platzieren.
- Der Laerdal-Intubationstrainer eignen sich besonders gut, um eine Platzierung des Larynx-Tubus (insbesondere LTS II) zu simulieren. Bei diesem Trainer muss aktiv der Zungengrund mobilisiert werden (wie beim echten Patienten) , ansonsten kann man zu meist den Larynx-Tubus nicht regelrecht einführen. Es gibt bei Übungen nichts schlimmeres, wenn alles einfach erscheint (aufgrund der Puppe), aber in der Realität, die Platzierung des Larynx-Tubus scheitert.
- Führen Sie keinen Guedeltubus bei liegendem Larynx-Tubus ein, diese Maßnahme führt zu einer Undichtigkeit (Leckage), da der Guedel auf den proximalen Cuff drückt.
- Bevorzugen Sie die "Frontale Einführtechnik" bei Neonaten, Säuglingen und Kleinkindern! Grundsätzlich sind alle Kinder in Blickrichtung Tür (Bettposition) ausgerichtet, ferner ist der Zugang im Inkubator, Klinikbett zu meist durch Gitterstäbe o.ä. von der Kopfseite verhindert und somit verlieren Sie wertvolle Zeit durch Lagerungsmanöver. Der Zeigefinger der li. Hand, dient hierbei als Leitschiene im Rachenraum des Kindes und ermöglicht durch Zug nach vorne, das Anheben des Zugengrundes (Daumen nicht zur Mundöffnung vergessen) - dadurch ist eine schnelle Platzierung möglich.
- Verwenden Sie immer eine Gänsegurgel, um so eine Rotation des Larynx-Tubus um die Längsachse zu vermeiden. Immer wenn der farblich gekennzeichnete Standardkonnektor (mit den zwei darunter sitzenden kleinen Flügel) nicht parallel zu den Lippen stehen und plötzlich nach optimaler Beatmung, der Pmax steigt und das Tidalvolumen fällt, sollte eine Lagekorrektur des LT in Betracht gezogen werden - Tubus zurückdrehen.
- Um den Cuff vor Beschädigung zu schützen, ist es sinnvoll, dass der Larynxtubus vorsichtig und lieber etwas langsamer eingeführt wird. Darum mittels Kreuzgriff die Mundöffnung optimieren, bei kleiner Mundöffnung empfiehlt sich sowieso die "Frontale Einführtechnik". Deshalb lieber etwas langsamer arbeiten, als am Ende, einen schnell platziertenTubus mit defektem Cuff zu produzieren, der außer Frustration - nichts bringt! Cuffschutz anlegen!!!!
- Wenn Sie nach erfolgreicher LT-Platzierung ein Stifneck anlegen und anschließend ist eine Beatmung nicht mehr möglich, sollten Sie umgehend den Cuff entlasten, da in der Regel der proximale Cuff, die Ventilationsebene okkludiert. Hier kommt es zu einer zusätzlichen Cuffausdehnung duch die angelegte Halskrause, die nun den Cuff von außen komprimiert und über die Ventilationsebene schiebt.
Mit der geplanten Einführung des Larynx-Tubus (LTS-D) im Rettungsdienstbereich Frankfurt am Main entstand eine enge Zusammenarbeit mit der Anästhesieabteilung der Johann Wolfgang Goethe-Universität . Der Fachkrankenpfleger, Praxisanleiter und LRA Richard Schalk schulte in diesem Zusammenhang, Notärzte und einen Teil der LRA´s der Leistungserbringer, insbesondere in den speziellen Einführtechniken, um den Larynx-Tubus sicher in der Präklinik zu implementieren. Einige dieser Techniken wurde vom Autor selbst entwickelt. In seinem Buch geht er auf Möglichkeiten, Handhabung und Grenzen des Larynx-Tubus ein und Sie lernen verschiedene Einführtechniken kennen, die für eine schnelle und sichere Platzierung des Larynx-Tubus elementar wichtig sind. Es entstand ein Werk von einem Praktiker für Praktiker mit dem Prädikat “besonders lesenswert”.
Der Larynx-Tubus (LTS II) – das Buch Seit kurzem ist ein neues Buch zum alternativen Airway Management auf dem Markt – übrigens das Erste und Einzige zu dieser Atemwegshilfe. Der Autor Richard Schalk beschreibt auf 82 Seiten mit vielen Bildern die Anwendungsgebiete des LTS II. Er selbst ist Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin und Rettungsassistent an der Universitätsklinik Frankfurt am Main.
Sehr praxisorientiert und an Fallbeispielen erläutert wird genau erklärt, wie der LTS II zum Einsatz kommen kann und wo er seine Vor- und Nachteile hat. Auch auf die Einführtechnik wird detailliert eingegangen, untermalt durch Bilder und Grafiken.
Das Buch richtet sich an alle, die sich sowohl im präklinischen Einsatz als auch im klinischen Alltag mit alternativem Airway-Management beschäftigen müssen und sich über die Anwendungsgebiete und Möglichkeiten des Larynxtubus informieren wollen.